Handwerklich-künstlerischer Unterricht

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Das neu errichtete Werkgebäude Die handwerklich-künstlerische Arbeit war und ist Kernstück unserer Pädagogik. Sie findet als Fachunterricht nicht nur in der Holzwerkstatt und der Schreinerei statt, sondern ebenso im Handarbeitsraum, in der Töpferei und im Plastizierraum, in der Metallwerkstatt, im Steinmetzraum sowie in der Schuhmacherei und im Garten.
Mit dieser starken Betonung des Handwerks in der Waldorfschule soll nicht nur ein Gegengewicht zur gedanklichen Schulung gesetzt werden. Beide greifen vielmehr zur Ausbildung der Urteils- und Gestaltungsfähigkeit ineinander.
„Sind die Zinken passgenau? Ist die Schneide des Brieföffners scharf genug, um das Papier zu schneiden? Wie muss der Rührlöffel in der Hand liegen, damit ich gut damit arbeiten kann?“
Die Fragen nach der Qualität der eigenen Arbeit beantwortet das Werkstück selbst.
Der Schüler erfährt, dass die Arbeit nach sachlichen Kriterien beurteilt wird und kann daran seine eigene Urteilsfähigkeit schulen. Er erlebt auch die eigene Verantwortlichkeit für das Ergebnis seiner Arbeit. Verantwortung und Urteilsfähigkeit können sich im künstlerischen Tun entwickeln.

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