Don Carlos, 12. Klasse RSS

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Don Carlos von Schiller Die 12. Klasse der Rudolf-Steiner-Schule führte am 15./16. und 17.01.2010 Schillers Don Carlos auf. Warum ihre Wahl auf dieses Stück gefallen ist, begründeten die Schüler wie folgt: "Nachdem wir Don Carlos im Unterricht bearbeitet hatten, waren wir uns einig, dass es dieses Werk sein sollte. Zum einen ist Schillers erstes klassisches Drama Teil des Abiturthemenkanons und eine bessere Vorbereitung, als das Drama selbst überarbeitet auf die Bühne zu bringen, hätten wir nicht haben können. Zum anderen bringen die gesellschaftlichen Motive, Liebe und Freundschaft, aber auch der politische Idealismus des Marquis von Posa, der trotz bester Absicht in Fanatismus ausartet, eine Aktualität in das Stück, welche zu unserer Entscheidung beigetragen hat."

Handlung


In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ist die spanische Inquisition auf dem Höhepunkt ihrer Macht. König Philipp herrscht als Marionette dieser Inquisition mit aller Härte und will den drohenden Aufstand in seiner Provinz Flandern blutig niederschlagen.
In dieser Zeit lebt Don Carlos, der Sohn Philipps am spanischen Hof in Einsamkeit und ohne einen Freund zu haben, dem er das Geheimnis seiner Liebe für seine junge Stiefmutter, Königin Elisabeth, anvertrauen könnte. Seine jugendlichen Ideale der Freiheit scheinen vergessen, bis sein alter Freund Marquis von Posa an den Hof kommt und ihn wieder für diese begeistern will.
Da es nicht gelingt, Carlos mit Bewilligung seines Vaters nach Flandern zu schicken, spinnt Marquis Posa, dem es gelungen ist, Vertrauter des Königs zu werden, eine Intrige, um seine Ziele doch noch zu erreichen. Dabei verliert er aber den Menschen als Einzelnen aus den Augen, was unweigerlich in eine Katastrophe führen muss.
Die Intrigen
Eine gemeinsame Intrige verbindet am spanischen Hof die Fürstin Eboli mit den beiden Vertrauten des Königs, Herzog Alba und Domingo.
Während Eboli in ihrer Liebe zu Carlos zurückgewiesen und damit in ihrem Stolz gekränkt aus Rache handelt, wollen Alba und Domingo, die ehemaligen Vertrauten des Königs, vor allem ihre Machtposition am Hofe sichern.

Marquis Posa
Um Carlos wieder für seine Freiheitsidee zu gewinnen, wählt der Marquis den Weg über Königin Elisabeth, welche den Freund überzeugen soll. Die Bitte von Carlos an seinen Vater nach Flandern geschickt zu werden, scheitert. Unterdes wird Posa Vertrauter des Königs, vergisst darüber jedoch seinen Freund Carlos, der sich der Fürstin von Eboli anvertraut. Diese verrät ihn. Um Carlos vor sich selbst und weiterem Schaden zu schützen, lässt Posa ihn verhaften. Er schreibt einen Brief nach Brüssel, der abgefangen wird und verrät sich damit wissentlich selbst. Er opfert sich für seine Idee, zieht jedoch ungewollt sämtliche Verbündete mit ins Verderben.